| Erfahrungen und Geschichten.... |
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Vollversammlung: So sieht es aus, wenn sich gegen hundert Wohnbus-freaks alljährlich treffen. Dieses Jahr in Thaingen SH. Die meisten Gefährte kennt man schon über die Jahre, man ist aber immer gespannt, was geändert wurde, denn merke - ein Wohnbus ist nie fertig! Hie und da taucht ein wirklich Neuer auf, der wird dann sofort gebührend begutachtet. |
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Allgemeines: Wir haben nun 11 Saisons mit über 80'000km Fahrstrecke hinter uns. In der Regel benutzen wir unser Wohni für zwei längere, und einmal kürzere Ferien sowie mehrere Wochenenden im Jahr. Sehr praktisch - zu Besuch bei Bekannten und Verwandten bringt man die Unterkunft gleich selber mit. Anfangs habe ich zur Motivation die "Hotelzimmerpreis-äquivalente" ausgerechnet, mittlerweile aber aufgehört... |
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Wo stellt man das hin? In der Stadt braucht es 2 Autoparkplätze hintereinander, dann klappt's gut. Und im Übrigen hat es fast überall wo's schön ist Platz für Cars - hat jemand gesagt wir seien kein Car? ..... Bisher nicht ! Mit den Campingplätzen ist es unterschiedlich, je nach Beschaffenheit de Bodens (pro Rad drücken 2,5 bis 4 Tonnen...!) so stehen wir im Grünen oder auf den Wegen. |
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Das Fahrzeug fällt auf!
Das bedeutet, dass bei jeder Gelegenheit Leute auf uns zukommen, und uns über das Fahrzeug ein Loch in den Bauch fragen. Das hat dazu geführt, dass ich an der Aussenwand eine Kurzbeschreibung mit den Eckdaten des Gefährts aufgeklebt habe, die nun eifrig studiert wird. |
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In der Schweiz kennen die Leute über 40 Jahren
den
Verkaufswagen
sehr gut, die
Standartfrage lautet dann : " Habt ihr noch offen? Kann man noch ein
Bier kaufen? etc." - wir nehmen's gelassen und schenken der
verdutzten alten Dame mit dem Einkaufskorb, die den Umbau nicht
registriert hat eine Glace aus dem Kühlschrank...! Dafür sorgt die
Originallackierung
in der Schweiz für viel Goodwill beim
Stellplatzsuchen. Je abgelegener der Ort desto wichtiger war der
Migroswagen... (Bild Fahrzeug vor dem Umbau - niemand ahnte den Aufwand wirklich...!) |
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Im Ausland (besonders in Italien) kann's schon mal passieren, dass eine
Stunde nach der interessierten Frage eines Einwohners 30 Leute
seiner Sippschaft eine Führung durch das Wohni geniessen - oft kommt es
etwas ungelegen, meist ist es aber die Gelegenheit zu guten Gesprächen. Soziologischen Studien und Zitate aus dem Wohni-Leben: Schweden: Die Leute studieren das technische Blatt an der Aussenwand und verziehen sich blitzschnell, wenn sie bemerken, dass jemand aus dem Fahrzeug kommt. Deutsche: "Is des jetzt e Car oder e Wohnmobil?" wahlweise kann's auch ein Omnibus sein. Standartfrage "Was säuft denn der?" und danach: "Der hat bestimmt eine Stange Geld gekostet...?" Zumeist begutachten sie danach fachmännisch die handwerklichen Leistungen bis zur letzten Schraube und versichern uns, wie uns die Kinder mal dankbar sind, solche Ferien gemacht zu haben - wir sind da nicht immer so sicher, aber was soll's...! Schweizer: Fragen nie nach dem Preis, selten nach dem Verbrauch aber: " Wo könnt ihr denn dieses Ungetüm parkieren?" - Antwort: "Fast überall wo 2 Autos hintereinander Platz haben!" Italiener: Sind nach der obligaten Innenbesichtigung völlig begeistert und gratulieren überschwänglich zu der Leistung (des geschafften Ausbaus) Bravissimo! Italienischer Tankwart: "E il piu grande camper che ho mai visto!!" - Nachdem er uns gegen 250Liter Diesel eingefüllt hatte. Schweizer: nach der Besichtigung....da fehlt nur noch der Geschirrspüler! Zoll Oesterreich: Wos is den des für a Truck? Darf ich mal reikomme, nur so zum aschaue - ned zum kontrolliere? - Er durfte! Berneroberländer Eingeborener: Was? - Mit dem Kran sid er da uffigfahre...??? |
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Stellplätze: Prinzip Chamäleon... je nach Bedarf sind wir ein Car (Gratisparkplätze in den meisten Städten). Hier in Bassano ist uns ein Busfahrer mit voll besetztem Bus zum Stellplatz vorausgefahren - die Passagiere nahmens gelassen...! |
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Oder wir sind ein Wohnmobil (bei zu teurem Fährtarif). Allfällige Diskussionen haben wir bisher immer zu unseren Gunsten entscheiden können. Hier in Krk konnte ich bei der Ausreise das Anreiseticket (Tarif Wohnmobil) als Beweis vorlegen, das überzeugte den mürrischen Diensthabenden endlich, nachdem er nur immer Car...Car...Car! knurrte. |
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Kinder lieben Campingplätze. Dort haben wir meist Platz, wenn wir zuerst
zu Fuss anfragen und erst dann anfahren... Hie und da treffen wir dort
sogar auf noch grössere Exemplare mit Ausziehschubladen! Wilde Plätze hat es je nach Land zahlreiche, Nachteil ist oft, dass dort nicht herausgestuhlt werden darf. |
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In Palamanova (Norditalien) hat uns der Italienische Wohnmobilklub kurzerhand zum Ehrenmitglied erklärt, damit wir in der (für Wohnis verbotenen) Stadt zusammen mit dem Club übernachten durften. Der Preis - eine Besichtigung unseres Vehikels für alle 120 Teilnehmer....nichts ist gratis! |
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Fahrzeug: Die Fahrzeugdimensionen bedingen eine versierte und umsichtige Fahrweise, 13 Tonnen Gewicht gebieten Respekt, trotz super Bremsen. Die Länge ist dank Heckkamera beherrschbar, die Fahrzeugbreite gottseidank nur 230cm, das hat schon oft vor dem Einklemmen bewahrt (kreuzen sie mal einen Langholztransporter zwischen Seeufer und überhängender Felswand...) |
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Unterschätzte Baumkronen haben zweimal zu teuren Schlitzen im Polyesterdach
geführt (natürlich immer kurz vor sintflutartigen Regenfällen). Und.. auf dem Aetna war auf 2000m einfach Ende der Lavapiste, aber wo man raufkommt, führt auch ein Weg runter |
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Aber solche Stellplätze wie in Sizilien lassen sofort wieder allen Ungemach vergessen... Infrastruktur keine, Erholungswert gegen unendlich... |
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Wenn man auf dem Weissenstein zu unvorsichtig auf eine vermeintlich trockene Juraweide fährt - nun, dann hilft trotz Sperrdifferenzial nur noch geballte Allradtechnik und ein achtfach geknotetes Bergsteigerseil um die Hecktraversen. |
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Im Yachthafen von Antibes zwischen unzähligen millionenteuren weissen Yachten fällt eigentlich nur eines aus dem Rahmen... unser Wohni. Liebe Freunde aus der Schweiz haben uns den sonst strikte verbotenen Zutritt ermöglicht. |
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Dank jährlichem
Service
in der Busgarage
Twerenbold (jeweils sind 24 Liter Motorenöl fällig...) hatten wir bisher einen einzigen Ausfall (in der
Schweiz). Eine lose Klemmschraube hatte das Gas auf der Autobahn auf
Vollgas blockiert und die automatische Schaltung festgesetzt (sorgte für
einen Mega-Adrenalinschub) Dank ausführlichen technischen Bedienungs- und
Notfallinstruktionen (mit dem Fahrzeug geliefert) konnte der Defekt nach 2
Stunden durch den ölverschmierten Eigner behoben werden. Im übrigen verhalten sich die zahlreichen technischen Systeme absolut zuverlässig. Ein Wermutstropfen auf langen Etappen ist die zu kurz übersetzte Hinterachse, welche die Autobahngeschwindigkeit auf knapp 90km beschränkt, dies dafür allerdings auch die Gotthartrampe hoch... Der Verbrauch pendelt so um 30 Liter, was uns für eine fahrende Dreizimmerwohnung akzeptabel erscheint. |
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Unser Oldtimer, die Yamaha SR 500 auf der Heckplattform bewährt sich hervorragend für Einkaufstouren, Entdeckungsfahrten und Weiteres. Er trägt bis zu 4 Personen oder notfalls drei mit 2 Gleitschirmen! Die Plattform habe ich derart massiv gebaut, dass ich damit beim Manövrieren ein Betonfundament gespalten habe - ohne einen Kratzer.. |
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Innenausbau Vier Buben mit Freund im Flegelalter (11-17 Jahre, 130 - 190cm) sorgten während 5 Saisons für einen beispiellosen Härtetest (Türen sind nur da um zugeknallt zu werden..) Konsequenter Massivbau und der Einsatz von hochwertigem Materialien bezahlt sich aus. Wir hatten bisher keine Schäden oder Defekte an den selber konstruierten Möbeln und Einrichtungen. Betten Polster, Küche, Sanitäre Anlagen sind nach wie vor tiptop, im Unterschied zum besuchten Bunker an der Omaha-Beach... |
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Technische
Ausrüstung: Reparaturen ergaben sich nur bei den teuer gekauften Systemen wie Kühlschrank (Zündanlage defekt ) Truma-Heizung (Elektronik blackout). Die Solaranlage mit den 4 x 50 Watt-Pannels auf dem Dach bewährt sich bestens, sie schafft das Wiederaufladen der Batterien locker auch nach abendlicher Palastbeleuchtung (20 Spots sind doch zum anzünden da..?) . Ein 12 - 220V Konverter mit 1kW Leistung hilft beim Laden aller Akkus (siehe vier Jungs mit Equipement ..) und für den Betrieb des PC's etc. Die Notstromanlage läuft nur zum Haare fönen oder für den Einsatz der Bohrmaschine, Pressluftanlage etc. Die vier Gasflaschen wurde gegen einen 180 Liter-Gastank ausgewechselt, dieser sorgt für längere Versorgungsautonomie (bei Kälte hielt eine Gasflasche grade mal 3 Tage). |
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Natürlich.... die
Kosten (aufgerechnet
auf ein Jahr): Die Strassenverkehrssteuer schenkt ein mit ca Fr. 2000.-,
(immerhin geht es als Wechselnummer mit dem Auto) die Schwerverkehrsabgabe
mit Fr. 600.-, der Garageplatz mit 2200.-, der Jahresservice mit ca 1200.-.
Jedes zweite Jahr muss das Fahrzeug in der Schweiz vorgeführt werden. Dazu kommen Diesel, Gas und (fakultativ) immer wieder neues und besseres Equipement.... Das Vergnügen ist nicht eben billig - aber einzigartig und mit Nichts vergleichbar! |
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Fazit - Wir sind rundum zufrieden mit unserem Wohni! |
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