| Frühlingsferien
Sizilien April 2004 |
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Unsere Route
führte in 12 Tagen über folgende Stationen: Gotthard, Genua, Fähre nach
Palermo
Trapani, Erice, Torre Salsa, Gela, Caldagirone, Catania, Taormina,
Etna, Cefalu, Palermo, Genua, Gotthard |
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Nach der
Alpenquerung mit Übernachtung im Neuschnee erwartet uns im Hafen von
Genua die "Superba"
mit 55'000 Tonnen Verdrängung . Sechs Fahrzeugdecks und
Kabinen für 2000 Personen - riesig! Die Auffahrt auf das LKW Deck in der
regennassen Nacht und zwischen hundert LKW's kostet einige Nerven...
Die Überfahrt bis Palermo auf dem
luxuriös ausgestatteten Schiff dauert 20 Stunden und entschädigt für
die anfängliche Hektik. |
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Das Wetter
auf der Insel ist unerwartet rauh und sehr windig. Wir finden im Dunkeln
einen Stellplatz am Strand westlich von Palermo. Der Müll, den wir am Morgen sehen,
stimmt uns allerdings sehr nachdenklich. Nicht so die Kinder - im Nu sind
Bambusstecken und herumliegende Textilfetzen zu einem Flaggenwald
umgearbeitet. Der starke Seewind hilft mit, dass die Installation auch
wirkt. |
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Nach
der Besichtigung von Trapani fahren wir die Serpentinen hoch nach
Erice. Wir hoffen, dort unsere Gleitschirme ausfliegen zu können. Vom
Stellplatz unmittelbar vor den Toren der
Bergstadt geniessen wir eine traumhafte Aussicht direkt vom
Frühstückstisch aufs Meer, das 500m unter uns liegt. Das Städtchen, in
der Antike das berühmteste Bordell des Mittelmeers ist herausgeputzt und
wirklich sehenswert. Leider durchkreuzt der starke Wind sämtliche
Flugpläne. |
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Einen
superschöner Platz direkt am Meer finden wir auf dem Areal des Camps in
Torre Salsa. Nach anfänglichem Zögern lässt uns die deutsche Inhaberin
an den Strand fahren. Trotz ausgewaschener Mergelstrasse kein Problem für
unser Dickschiff. Wir sind nun froh über eine umfassende Infrastruktur im
Bus zu verfügen...hier gibt es nämlich nichts als Natur pur!
Die Umgebung mit der Blumenpracht
ist überwältigend schön! Der Platz ist wirklich zu empfehlen. |
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Abertausende
hübscher Schnecken sitzen - offenbar mit genügend Feuchtigkeit versorgt
auf den Pflanzen um uns herum. Wir staunen über die Vielfalt der
blühenden Natur, das haben wir in dem Masse nicht erwartet. |
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Gegen drei
Kilometer sauberer Sandstrand gehören uns (oder eher den Kindern) ganz
alleine. Die Sandburgen bleiben dank fehlender Flut auch für den
nächsten Tag erhalten...
Das Wunderwetter an diesem Tage bezahlen wir mit kollektivem Sonnenbrand -
durch den steten Wind war die Sonne kaum zu spüren! |
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Doch kaum
weiter gefahren droht der Wettergott mit starkem Wind und düsteren
Wolken. Das Meer ist derart rauh, dass unsere Kinder nach kürzester Zeit
am Strand klitschnasse Kleider haben (...die Wellen waren doch schneller
als wir dachten...) |
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Ohne
Übertreibung das schönstgelegene Theater der Welt - in Taormina! Wir
besuchen die Stadt auf dem Küstengebirge frühmorgens um Ruhe zu haben
vor dem drohenden Touristenstrom. Die letzte Etappe der Fahrt zur
Stadt machen wir mit dem Töff. |
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Der Etna
ruft....
Auf 2000m Höhe geraten wir auf eine improvisierte Schotterpiste, mitten
durch ein frisches Lavafeld. Langsam habe ich Gefühl, mit unserem Wohni
an Grenzen zu geraten. Zudem herrscht horizontales Schneegestöber ...
ungemütlich, von Aussicht natürlich nicht die Spur.
Wir sind mutterseelenallein am Berg. Nach einer ausgedehnten Rast
beschliessen wir am Fusse des Berges zu schlafen - es wäre zu dumm am
nächsten Morgen eingeschneit zu erwachen... |
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Tags darauf
reisst die Wolkendecke auf und wir erhaschen einen freien Blick auf den
rauchenden Gipfel des imposanten Etna. Unsere Fahrt hatte uns gestern
genau bis an die Schneegrenze geführt.
Nun durchqueren wir die Berge Richtung Norden um wieder an die Küste zu
gelangen. Die faht durch die engen Serpentinen lassen den Fahrer ganz
schön schwitzen. |
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Immer wieder
bewundern wir die Vegetation und versuchen uns vorzustellen, wie die
üppig grünenden Wiesen bei 48 Grad Hitze im Sommer aussehen werden... |
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Unser
letzter Stellplatz an der Nordküste. Das Bilderbuchmeer mit den türkisfarbenen Küsten und lockeren
Wäldern ist eine Augenweide.
Wir ruhen etwas aus und fahren dann via Cefalu zurück nach Palermo. Die
Einfahrt in die Stadt gestaltet sich unerwartet einfach, der Hafen ist gut
zu finden. |
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Der Verlad
klappt vorzüglich, diesmal muss ich nicht mit 120 LKW-Fahrern um
die Einfahrt kämpfen - es geht geordnet zu. Nach der Abfahrt tobt aber
das Meer mit hohen Wellen und lässt uns die Überfahrt mit dem Schiff in
zwiespältiger Erinnerung
behalten... |