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Tipps
zum Bau eines Wohnmobils |
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Das Fahrzeug |
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Kaufe
kein zu billiges Fahrzeug... Wenn du bedenkst, dass du hunderte
Stunden mit dem Ausbau verbringst und eine Stange Geld investierst,
so soll das Fahrzeug danach eine Weile halten und nicht jährlich
durch horrende Reparaturkosten nerven.
Bewährt haben sich Kleinbusse um 8m Länge oder dann ausgewachsene
Exemplare um 10m Länge. Vorsicht Fahrzeugbreite: 230cm sind zwar
innen etwas enger, dafür in der Praxis wesentlich leichter zu
manövrieren (Kreuzungsmanöver auf Passtrassen mit Riesenbussen oder
LKW's...). 250cm Fahrzeugbreite lassen komfortablere Innenräume zu,
verlangen dafür nach kundiger Fahrerhand... |
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Fahrzeughülle |
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Die
Aussenhülle sollte sauber isoliert und mit einer raumseitigen
Dampfsperre versehen werden. Undichte Stellen führen sehr schnell zu
Kondenswasser und manchmal sogar zu sehr unangenehmem Modergeruch ("nüechtele")
diesem ist kaum mehr beizukommen...
Die Fenster sind eine eher betrübliche Angelegenheit! Die einzigen
verfügbaren Fenster, diejenigen der Firma Seiz sind zwar technisch
ausgefeilt aber sehr leicht gebaut und defektanfällig. Es sind
eigentliche Spielzeugteile. Massive Fenster zB aus dem Jachtbau sind
dafür fast unbezahlbar. |
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Ausbau Möbel |
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Merke:
Alle Ausbauteile aus dem Campingzubehör sind fast durchwegs Schrott.
Hochwertige Ausbaumaterialien sind nicht wesentlich teurer aber
halten wesentlich länger. Für den Möbel- und Innensaubau zu meiden
sind Spanplatten oder Leichtbauplatten, da diese entweder
feuchtigkeits- empfindlich oder mechanisch zuwenig stabil sind.
Bewährt haben sich dagegen wasserfest (AW 100) verleimte
Sperrholzplatten und kreuzverleimte Fichtenplatten. Diese überstehen
auch mal kleinere Überschwemmungen durch Überfüllen oder
Leitungslecks schadlos. Auf genügend Spiel zwischen den Möbeln
achten, damit diese sich während der Fahrt im Bus verwinden können!
Die Oberflächen können naturlackiert sein (Aufhellack mit
Pigment- beimischung verhindert das Vergilben) oder
Kunstharzbeschichtet werden (einfache Reinigung, Dekoreffekte).
Beschläge konsequent aus Chromstahl wählen, mehrfach verschraubt und
nachstellbar garantiert lange Lebensdauer auch unter harten
Einsatzbedingungen (zB aus Katalog "opo") |
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Sanitäre Anlagen |
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Für die
Sanitärverteilung bewährt haben sich die normalen
Sanipex-Installationen und Haushalt-Wasserverteilungen.
Tankvolumen ab 500 Liter lassen ausgedehnte Wasch- und
Douchvergnügen zu. Der Tank soll möglichst innerhalb der Isolierten
Hülle liegen und eine Ansaugmulde (Pumpensumpf) aufweisen. Das
Fahrzeug steht weder bei der Füllung noch bei der Benutzung völlig
horizontal.
Die Abwassertanks sollen getrennt Grauwasser und Fäkalwasser sammeln
und im Volumen dem Frischwasser entsprechen. Merke - der kleinste
Tank limitiert die Versorgungsautonomie. |
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Elektroanlage |
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Fahrzeugelektrik und Aufbauelektrik konsequent trennen. Busse haben
eine Fahrzeugspannung von 24 Volt, was die Auswahl an Geräten
deutlich einschränkt. Mit 12V stehen mehr Möglichkeiten offen. Kabel
möglichst in zugänglichen Kanälen führen und genügend Reservekabel
einziehen, Nachrüstungen sind so jederzeit möglich!
Bewährt haben sich Solarpannels auf dem Dach, ab 2 Stück à 50 Watt
und einigermassen gutem Wetter werden die Batterien zuverlässig
nachgeladen. Genügend Batteriekapazität im Aufbau ist beruhigend,
wenn das Wetter schlecht und die nächste Steckdose weit entfernt
ist... |
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Heizung |
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Ich
würde bei grösseren Bussen zwei separate Gas-Heizungen einsetzten
(bei uns so gemacht, hat sich bestens bewährt), und die Warmwasser-
aufbereitung nochmals trennen. Trumatic Gas-Heizungen sind
grundsätzlich technisch ausgeklügelt und leistungsfähig. Webasto
Diesel-Fahrzeugheizungen saugen enorm viel Strom und sind oft sehr
laut. So ab 3m Entfernung von der Heizung kommt kaum
Heizleistung. Die warme Luft in alle Fahrzeugecken führen, auch
unter die Betten und in Hohlräume. So wird Kondenswasser vermieden.
Gut bewährt hat sich der beheizte Hohlboden, der auch im Winter
stets warme Füsse garantiert und Platz für die Leitungsführung
bietet. Das Bad und die Führerkabine benötigen besonders viel
Warmluft. |
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Fortsetzung folgt.... |
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